Der 1. Literaturwettbewerb im Runners-Heaven ist entschieden...
Die Kategorien
Drama / Allgemeines
Fantasy / Sci-Fi
Horror / Mystery / Thriller
Märchen / Fabel
Erotik
Gedichte
Wenn ihr Feedback oder Kommentare zu den Geschichten hinterlassen wollt, dann tut das doch bitte in unserem Forum
Hallo, liebe Teilnehmer, Juroren und natürlich auch liebe Neugierige,
nach mancherlei Umständen, Verzögerungen und Schwierigkeiten ist es endlich soweit und die von vielen langersehnten
Ergebnisse des 1. Literaturwettbewerbs von Runners Heaven liegen vor!
Bevor ich jedoch dazu schreite, die Ergebnisse bekannt zu geben, möchte ich doch einmal die Spannung verzögern um euch
erst einmal damit bekannt zu machen, wie eure Geschichten denn nun letztendlich bewertet wurden.
Wir hatten zu Beginn des Wettbewerbs ein gewisses Juryteam festgelegt, das aus 7 Personen stand, hier im Forum unter
den Nicknames als die User Leandra, Ninchen, Narya, Morrigan, Aragorna, Ineksi und Vilyana bakannt. Jeder dieser
Jurorenmitglieder hatte nun die Aufgabe, alle Geschichten nach einem gewissen Schema zu bewerten, das ich im Folgenden
darlege (Zitat aus dem Juryboard)
Wir haben uns entschieden die Bewertung in 3 verschiedene Kategorien zu unterteilen, die da wären:
1. Inhalt
2. Ausdruck
3. Fehleranzahl
Jeder dieser 3 Großpunkte beinhaltet weitere Unterpunkte die im Folgenden aufgeführt sind und die ihr im
Einzelnen bitte mit Punkten bewertet. Als Punktesystem haben wir uns das MSS-Oberstufen System genommen, das
bedeutet
15, 14, 13 = 1 (sehr gut)
12, 11, 10 = 2 (gut)
9, 8, 7 = 3 (befriedigend)
6, 5, 4 = 4 (ausreichend)
3, 2, 1 = 5 (mangelhaft)
0 = 6 (ungenügend)
Wie wir die einzelnen Punkte im Verhältnis zueinander werten, werden Lea und ich im Nachhinein entscheiden, damit
eure Wertung so unvoreingenommen wie möglich vonstatten gehen kann.
1. Inhalt
Hier haben wir uns entschieden für die verschiedenen Kategorien unterschiedliche Unterpunkte zu nehmen, da man
schlecht den Inhalt ohne Berücksichtigung des Genres bewerten kann
Drama und Alltägliches
Handlungsaufbau
Anspruch
Charakterzeichnung
Fantasy/Sci Fi
Handlungsaufbau
Anspruch
Originalität
Mystery/Horror
Handlungsaufbau
Anspruch
Spannung/Nervenkitzel
Märchen/Fabel
Handlungsaufbau
Anspruch
Originalität
Erotik
Handlungsaufbau
Anspruch
Erotikfaktor
Erklärungen zu den einzelnen Unterpunkten:
Handlungsaufbau:
Sozusagen die Entwicklung der Geschichte. Wie gut kommt sie „ins Rollen“? Ist eine Spannungs- bzw. Dramatiksteigerung
vorhanden, oder zieht sich das ganze endlos bzw. werden spannende Passagen zu kurz abgewickelt? Ist die Handlung
nachvollziehbar bzw. „sinnvoll“?
Ist bei kürzeren, weniger handlungsumfangreichen Geschichten die Szene gut beschrieben, eine Problematik aufgebaut
und gut gelöst?
Kurzum: Ist der inhaltliche Aufbau des Textes optimal gelöst und für die ansprechende Wirkung der Geschichte
förderlich?
Anspruch:
Anspruch bezieht sich auf den Gesamteindruck der Geschichte, ihr Niveau in Bezug auf Inhalt und Erfüllung des
jeweiligen Genreanspruchs. D.h. nicht, dass die Geschichte besonders ernst oder tiefsinnig sein muss. Auch ein gut
gelungener Humor kann anspruchsvoll sein, wenn dies die Intention der Geschichte war.
Charakterzeichnung:
Eine dramatische Geschichte beruht zum großen Teil auf ihren Charakteren. Sind die Personen der Handlung interessant, unterschiedlich (falls mehrere) haben sie eine komplexe Psyche, werden ihre Motive, Wünsche, Probleme treffend und eingehend dargestellt oder sind sie x-beliebige 08/15 Personen die nicht voneinander zu unterscheiden sind? (es sei denn natürlich, genau dies sollte die Intention des Dramas sein)
Originalität:
Einfallsreichtum, um es kurz zu fassen. Hatte der Autor eine gute, neue und interessante Idee oder ist seine Story
nur ein müder Abklatsch von irgendetwas bereits bestehendem, wie HdR, Star Trek u.a.? (Vorsicht bei Märchen/Fabel:
Hier sind Variationen bereits bestehender Geschichten erlaubt und u.U. auch gern gesehen, aber auch hier gilt: Die
Idee muss neu und originell sein)
Spannung/Nervenkitzel:
Erklärt sich eigentlich schon von selber. Wie spannend/unheimlich/horrormäßig (hängt bisschen vom Subgenre ab)
ist die Geschichte? Läuft einem beim Lesen ein Schauer den Rücken runter und ihr guckt vorsichtshalber in alle
Zimmerecken oder ist sie besser als Baldrian zum Einschlafen?
Erotikfaktor:
Sollte ebenfalls recht klar sein und ist meistens auch recht einfach zu bewerten. Läufts euch beim lesen heißkalt
den Rücken herunter und bräuchtet ihr ein Handtuch für den Stuhl (Scherz beiseite ) oder eher zum Davonlaufen? Auf
die erotische Wirkung einer Geschichte hat natürlich der Stil auch eine entscheidende Rolle, dennoch versucht so gut
wie möglich nach „Handlung“ zu beurteilen
Dann zu guter letzt noch zur Kategorie Gedicht da man dies vermutlich etwas gesondert von den anderen betrachten
muss:
Gedicht:
Inhalt:
Ist der Inhalt originell und interessant, die Thematik neu oder von einer neuen Seite betrachtet?
Form:
Gut eingehaltene, klassiche Form oder interessant aufgebaute, experimentelle Form ist hierbei egal, es gibt keine
Extrapunkte wenn sich das Ding reimt oder nicht Wichtig ist hierbei wie gut die Form zum Inhalt passt, das heißt
vielleicht schön im Sonettstil für ein Liebesgedicht , zerrissen und chaotisch für ein Gedicht welches das Grauen
des Kriegs beschreibt etc.
Wirkung:
Langweilig und banal oder eindrucksvoll? Hinterlässt das Gedicht einen bleibenden Eindruck und etwas zum Nachdenken oder
ist es so öde dass man es kaum dass man es gelesen hat wieder vergisst?
2. Stil
Hier eine Untergliederung in 2 Unterpunkte. Die Unterpunkte der stilistischen Beurteilung ist für alle Kategorien
dieselbe.
Ausdruck (allgemein):
Sollte sich von selbst erklären. Subjekt – Prädikat – Objektsätze oder auch längere gewandtere? Simples Deutsch oder
auch geschicktere Redewendungen? Dabei ist allerdings wichtig dass der Ausdruck immer auch den Inhalt unterstützen
muss! Sollte es sich beispielsweise um eine Geschichte aus der Sicht eines Kindes oder eines sehr einfachen Menschen
handeln wären simple kurze Hauptsätze und heftige Umgangssprache nicht nur okay, sondern sogar besser als eine
gewählte Sprache. Und: gewählt heißt nicht gestelzt und Schachtelsätze über eine halbe Seite hinweg gehören
garantiert auch nicht zum guten Stil. Hier muss man sich auch ein wenig am Genre orientieren, da selbstverständlich
ein Drama in der Regel viel fließendere, elegantere Satzkonstruktionen erlaubt als z.B. eine actionorientierte
Horror oder Fantasy Story die vielleicht gerade mit kurzen, abgehackten Sätzen Spannung erzeugen will.
Sprache/Wortwahl (inhaltsspezifisch):
Hier geht es darum, wie gut der Stil/ die Wortwahl zum Inhalt passt. Heißt neuzeitliche Ausdrücke in einer
Mittelalter Story sind natürlich daneben, ebenso wie Ausdrücke a la „Genußwurzel“ oder „Lustgrotte“ etc. jede
Erotikstory ins Lächerliche ziehen. Pluspunkte gäbe es zB für eine Story aus der Sicht eines obercoolen Jugendlichen
die voll krass in Jugendslang is, ey *g* oder ein König oder eine Königin natürlich sehr hoch gestelzt redet und den
Plural Majestatis („Es erfreuet Uns, das Seine Lordschaft Uns seine ergebenste Aufwartung macht“ etc.)
Um zwischen den beiden zu unterscheiden hat Lea ein ganz nettes Beispiel erfunden *g*:
Ich kann eine Story im Mittelalter schreiben so:
Der Knappe ging auf den Markt. Er musste ein Huhn für seinen Herren kaufen. Auf dem Markt war es laut. Er ging
zu einem Stand. "Guten Morgen, Herr Bauer. Habt ihr ein Huhn für mich?"
"Aber sicher, junger Knappe, es kostet 2 Silberstücke"
Wortwahl einwandfrei und passend, keine modernen ausdrücke oder so, aber stil laaaaaaaaaahm
oder ich kann schreiben:
Der junge Knappe schlenderte gemütlich über den überfüllten Marktplatz, auf dem allerhand Geräusche zu hören
waren. Gaukler trieben ihr buntes Spiel an allen Ecken und Marktschreier versuchten, ihre Ware anzupreisen.
Nach einiger Zeit fand der Knappe den Stand, den er gesucht hatte.
"Ey jo, Bauer, was geht? Haste ein Huhn für mich?"
"Klaro du Knirps. Da, kost auch nur 2 Mücken."
Guter Ausdruck in den Beschreibungen, aber die Sprache natürlich absolut falsch gewählt
3. Fehleranzahl
Darauf müsst ihr keine Noten geben, es reicht, wenn ihr die Anzahl der Fehler die ihr findet in der dafür
vorgesehenen Spalte auf dem Bogen aufschreibt. Rechtschreibfehler geben einen Fehler, Zeichensetzung einen halben.
In krassen Fällen werden Lea und ich Abzug von der Gesamtpunktzahl geben, da viele Fehler auch die Story versauen
können und sich wirklich jeder seine Arbeit vorher noch mal durchlesen bzw. sie durch ein Rechtschreibprogramm laufen lassen kann.
Bitte genau suchen – Word findet nicht alle Fehler. Im Zweifelsfall bitte nachschlagen etc. Wobei ich natürlich
nicht erwarte dass ihr den Text akribisch 10x studiert um auch das letzte falsche Komma zu finden.
Letztendlich wurden die verschiedenen Noten zusammengefasst und im Verhältnis 2 :1 (d.h. Inhalt : Ausdruck)
bewertet, abgesehen von der Kategorie Gedicht wo die Kriterien 1 : 1 :1 bewertet wurden.
In Zweifelsfällen, d.h. lagen zwei Noten zu dicht beieinander, wurde auch das Verhältnis einbezogen, also wie viele
Jurorenmitglieder eher das eine oder das andere befürworteten.
Gut ich will euch nicht länger auf die Folter spannen, hier kommen die Ergebnisse.
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